Aktuell

Mal ganz andere Wracksuche...
von HEST (30.4.2004, 7:40)

Satellitenfoto löst neue Suchaktion nach der Arche Noah aus
Ein Satellitenfoto vom Ararat, dem höchsten Berg der Türkei, hat eine neue Suchaktion nach der Arche Noah ausgelöst.

New York (dpa) - Ein amerikanisch-türkisches Forscherteam glaubt, auf dem Foto die Überreste der Arche im Schnee und Eis des Ararats zu erkennen und will sich jetzt auf den Weg dorthin machen und eines der ältesten biblischen Rätsel lösen. Die Expedition unter Leitung des türkischen Archäologen Ahmet Arslan soll am 15. Juli starten und wird von dem Geschäftsmann und katholischen Aktivisten Daniel McGivern in Honolulu finanziert, berichtete ein Lokalsender des Radionetzwerkes NBC auf Hawaii am Donnerstag.

Bereits 1949 hatten Aufnahmen der US Air Force eine von Eis bedeckte Struktur in der Form eines Schiffes auf dem Berg erkennen lassen. Die US-Regierung gab einige dieser Fotos 1997 frei. Experten nannten die Bilder jedoch «nicht beweiskräftig genug». Zahlreiche Wissenschaftler bezweifeln die Legende, dass die Arche am Berg Ararat zu finden ist. Es gebe keinen geologischen Nachweis für die Theorie, dass die Erde so hoch überflutet gewesen sein könnte. Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass ein Holzschiff, das verfault, 100 000 Jahre unter der Erde überstehen kann.

Über die Arche Noah berichtet das biblische Buch Genesis. Als «auf der Erde die Schlechtigkeit der Menschen zunahm», soll Noah, einer der Urväter der Menschheit, im Auftrag Gottes eine Arche gebaut haben, um dem göttlichen Strafgericht zu entgehen. Nur Noah, seine Familie und ein Paar von jeder auf der Erde existierenden Tierart sollten so vor der vierzigtägigen, die gesamte Erde überschwemmenden Sintflut gerettet werden. Noahs dreistöckiges Schiff bestand aus Zypressenholz und maß nach biblischer Überlieferung dreihundert mal dreißig Ellen (eine Elle = 60 bis 80 Zentimeter). Als das Wasser wieder sank, soll die Arche auf dem Berg Ararat gelandet sein.

Der Beweis für die weithin als Mythos betrachtete Bibelpassage wäre für den bekennenden Christen aus Honolulu ein großer Erfolg. «Ich hoffe, ich kann den Glauben an Gott in vielen Menschen wecken», zitierte die «New York Daily News» McGivern. «Dies ist eine nicht an die Religion gebundene, wissenschaftliche Expedition mit dem Ziel, den Nachweis für die Arche Noah an der Spitze des Ararats zu erbringen».

Die Hitzewelle des vergangenen Sommers habe viel vom Schnee auf dem Gipfel des Ararats schmelzen lassen. Daraufhin gab McGivern, der Präsident von Shamrock, der Trinity Corporation in Honolulu einen neuen Satz von Satellitenfotos in Auftrag. Sie lassen nach Interpretation des Forscherteams eine große Struktur von knapp 15 Metern Höhe, fast 25 Meter Breite und 150 Meter Länge erkennen, schreibt die Zeitung. McGivern verspricht, die Arche nicht ausgraben zu lassen, sollte das Forscherteam sie tatsächlich finden. Wir beseitigen auch keine Artefakte, beruhigt er. «Wir fotografieren sie nur, und hoffentlich kann sie dann jeder sehen».

In den vergangenen Jahrzehnten hat es immer wieder Expeditionen in die Osttürkei gegeben, um die Arche Noah zu finden. Meist waren es amerikanische Wissenschaftler, der ehemalige Astronaut James Irvin zum Beispiel reiste in den 80er Jahren sechs Mal in die Türkei. Die Regierung in Ankara hatte zu Beginn der 80er Jahre Reisebeschränkungen zum Ararat, von dessen Gipfel man in die ehemalige Sowjetunion blicken konnte, aufgehoben. Die Expeditionen sind seitdem zu einer Einkommensquelle für die Bevölkerung geworden.


[1733x gelesen] [Artikel drucken]

Zum Seitenanfang

Hier könnte Dein Banner erscheinen!

 

 

Webmail
Kurspreise
Kurskalender
Veranstaltungen
Buddybörse
Flohmarkt
E-Cards
Newsletter
Mitglied werden
Galerien
Datenschutzerklärung


Login
Registrieren

Oktober, 2019

  So Mo Di Mi Do Fr Sa
   0102030405
 06070809101112
 13141516171819
 20212223242526
 2728293031  
        

Newsletter Abo

RSS feed

English Version
La version francais