Für die steirische Freediverin Martina Weitenthaler, die mit einer diving.at TSVÖ Sportlizenz an Weltmeisterschaften teilnimmt, ging es heuer gleich zu zwei Weltmeisterschaften. Innerhalb von nur zwei Wochen durfte sie Österreich und damit auch ein bisserl diving.at – sowohl bei der AIDA Weltmeisterschaft in Budapest als auch bei der CMAS Weltmeisterschaft in Novi Sad, Serbien, vertreten.
Für die Athletin, die erst im Februar 2024 mit dem Freediving begonnen hat und seit 2025 diving.at Mitglied ist, waren die beiden Weltmeisterschaften ein weiterer großer Schritt in ihrer noch jungen Sportkarriere.
Erste Station: AIDA Weltmeisterschaft in Budapest
Den Auftakt machte die AIDA Weltmeisterschaft in Budapest. Martina Weitenthaler ging dabei in allen vier Pool-Disziplinen an den Start: Statik, BiFins, NoFins und MonoFin.
In der Statik konnte sie mit einer Zeit von 4:38 Minuten eine neue persönliche Bestleistung aufstellen. In BiFins erreichte sie 156 Meter. Auch in NoFins gelang ihr mit 122 Metern eine persönliche Bestleistung. Der Tauchgang wurde allerdings mit einer roten Karte gewertet und ging deshalb nicht als gültiges Wettkampfergebnis in die Wertung ein. Die erreichte Distanz war für Weitenthaler dennoch eine wichtige persönliche Bestätigung ihrer Entwicklung.
Besonders erfolgreich verlief die Disziplin MonoFin. Mit 167 Metern stellte sie einen neuen österreichischen Nationalrekord auf. Im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft wurde diese Marke noch überboten.
Für die Steirerin ist das dennoch vor allem ein positives Zeichen. Dass ein österreichischer Rekord noch während derselben Weltmeisterschaft verbessert wird, zeigt die kontinuierliche Entwicklung der österreichischen Athletinnen und das hohe Leistungsniveau, das mittlerweile erreicht wird.
Nach der AIDA WM blieb allerdings kaum Zeit zum Verschnaufen.
Weiter ging es nach Novi Sad
Nur kurze Zeit später stand bereits die zweite Weltmeisterschaft auf dem Programm. Bei der CMAS Weltmeisterschaft in Novi Sad ging Martina Weitenthaler erneut in mehreren Disziplinen an den Start.
In NoFins erreichte sie 115 Meter, in MonoFin 168 Meter. Ihr persönliches Highlight folgte schließlich in der Disziplin BiFins: Mit 172,5 Metern stellte Weitenthaler eine neue persönliche Bestleistung und gleichzeitig einen neuen österreichischen Nationalrekord auf.
Die Freude über diese Leistung war besonders groß, denn ihre bisherige persönliche Bestleistung in BiFins lag bei 158 Metern. Damit konnte sie ihre eigene Bestmarke um ganze 14,5 Meter steigern.
Auch dieser österreichische Nationalrekord wurde im weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft noch einmal um einen Meter verbessert. Für Martina steht dennoch die enorme eigene Leistungssteigerung im Vordergrund. Die 172,5 Meter waren für sie ein ganz besonderer Moment und zählen zu den Highlights ihrer bisherigen sportlichen Karriere.
Zwei Weltmeisterschaften in zwei Wochen
Zwei Weltmeisterschaften innerhalb von nur zwei Wochen bedeuteten nicht nur eine körperliche Herausforderung. Auch mental musste die Athletin nach dem ersten großen Wettkampf schnell wieder den Fokus finden und sich auf die nächste Herausforderung vorbereiten.
Gerade im Freediving spielt die mentale Vorbereitung eine wichtige Rolle. Konzentration, Vertrauen in den eigenen Körper und der Umgang mit Nervosität und Wettkampfdruck entscheiden wesentlich darüber, was am Ende eines Tauchgangs möglich ist.
Martina Weitenthaler beschäftigt sich auch abseits ihrer eigenen sportlichen Karriere intensiv mit diesen Themen und ist mittlerweile als Sportmentaltrainerin tätig.
Ein großer Schritt in einer noch jungen Karriere
Der Weg zu diesen beiden Weltmeisterschaften ist besonders bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Martina Weitenthaler erst im Februar 2024 mit dem Freediving begonnen hat.
Nur rund zweieinhalb Jahre später gehört sie zum österreichischen Nationalteam und konnte bei zwei Weltmeisterschaften internationale Wettkampferfahrung sammeln.
Die beiden Weltmeisterschaften waren damit nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine wichtige Erfahrung für die weitere Entwicklung der Steirerin.
Besonders die 172,5 Meter in BiFins zeigen, wie viel sich innerhalb der vergangenen Monate verändert hat. Nach einer bisherigen Bestleistung von 158 Metern konnte Weitenthaler ihre eigene Marke um 14,5 Meter steigern und gleichzeitig einen neuen österreichischen Nationalrekord aufstellen.
Nach der intensiven WM-Saison geht es für die Steirerin nun darum, die Erfahrungen aus Budapest und Novi Sad mitzunehmen und weiter an ihren persönlichen Zielen zu arbeiten.

